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Bohren in Metall

Bohren in Metall

Beim Bohren werden mit Hilfe eines sich drehenden Bohrers, unter ständigem Abnehmen von Spänen, zylindrische Löcher in ein Werkstück geschnitten.


Der Universalbohrer ist der Spiralbohrer. In den Spiralnuten können die Späne gut nach oben geleitet werden, was ein schnelles, sauberes und genaues Arbeiten ermöglicht. Die Hartmetallschneide (HSS) mit einem Winkel von ca. 120º eignet sich zum Bohren in nahezu alle Metalle.

Zum Bohren braucht man eine Schlagbohrmaschine mit Backenfutter. Ein eingebauter Links- und Rechtslauf der Schlagbohrmaschine kann beim Klemmen von Bohrern helfen, diese wieder frei zu bekommen.

Damit Sie mit der Schlagbohrmaschine in Metall präzise und genau senkrechte Löcher bohren können, benötigen Sie einen stabilen Bohrständer. Außerdem sollten Sie unbedingt dafür sorgen, dass die Werkstücke fest eingespannt werden können.


Das eigentliche Bohren beginnt mit dem Aufreißen der Bohrlöcher auf dem Werkstück durch Markieren mit einem Kreuz.  



Bohrständer

Anwendungstipps für das Bohren in Metall



Handbohrmaschinen sind zum Metallbohren nicht so empfehlenswert wie Bohrständer

Der Metallbohrer hat eine Schneide, die an ihrer Spitze stumpf ist. Durch die stumpfe Spitze kann der Bohrer erst arbeiten, wenn es schon eine kleine Vertiefung gibt. Folglich ist es beim Bohren in Metall Notwendig, nicht nur die Lage der Bohrung mit der Reißnadel ins Metall einzuritzen (auch "anreißen" genannt), sondern auch mit einem speziellen Körner eine Vertiefung (ankörnen) zu schlagen . Wichtig beim Ankörnen in ein Blech ist, dass das Blech auf eine massive Metallunterlage gelegt wird, damit durch das Ankörnen keine größere Delle im Blech entsteht. Des Weiteren sollte man beim Bohren in kleinere Metallteile darauf achten, dass das Werkstück gut fixiert wird. Ein nicht ausreichend festgespanntes Werkstück stellt, besonders im Moment des Durchbruchs, eine ernstzunehmende Gefahr dar.


Das Werkstück muss so in den Bohrständer eingespannt werden, dass die Bohrspitze genau über dem Körnerloch steht. Spannen Sie nun das Werkstück gut ein, damit es beim Bohren nicht wegrutschen kann.
Setzen Sie jetzt den Bohrer an das Körnerloch und bohren das Werkstück vorsichtig an. Eine Schlagbohrmaschine mit elektronischer Drehzahlregulierung leistet hierbei gute Dienste. Bei harten Werkstoffen oder größeren Durchmessern sollte der Bohrer langsamer, bei weicheren Metallen und kleineren Bohrerdurchmessern etwas schneller umlaufen.
Große Löcher werden mit kleineren Bohrern vorgebohrt.

Bei der Bearbeitung von massiven Material, kann es notwendig sein, etwas Schneidöl oder Bohrmilch auf die Bohrstelle zu geben. Das Gemisch aus Wasser und Öl bewirkt, das sich die  Reibung herabsetzt und gleichzeitig der Bohrer gekühlt wird.

Vor dem Durchbohren muss der Druck verringert und vorsichtig weitergebohrt werden. Auf der gegenüberliegenden Seite des Werkstücks bildet sich nämlich eine Beule, an der sich die Bohrerschneide plötzlich verkanten kann. 

Bei Handbohrmaschinen besteht die Gefahr, dass sie Ihnen dadurch aus der Hand geschlagen wird. Auch ein Ausbrechen der Bohrerschneide kann die Folge sein.

Der so entstehende Grat am Bohrlochrand muss mit einer Feile oder einem Schleifklotz nachbehandelt werden.

Anfallende Bohrspäne während des Bohrens nicht mit der Hand wegwischen oder mit einem Lappen aufnehmen. Es besteht hierbei große Verletzungsgefahr. Allenfalls mit einer Bürste oder einem Pinsel die Späne wegfegen.