Schlagwerk abschaltenBeim Fliesenbohren immer nur mit abgeschaltetem Schlagwerk arbeiten.
Grundsätzlich sollten Sie Löcher bei Fliesen in den Fugen zwischen den Kacheln bohren. Das hat den Vorteil, dass die Löcher nicht sofort auffallen, wenn Sie die Gegenstände wieder entfernen wollen. Es lässt sich nicht immer vermeiden, ein Loch in eine Fliese zu bohren.
Anbei ein paar kleine Tipps:
- zunächst markieren Sie die Stelle und benutzen zum Anbohren den kleinsten Bohrer, den Sie haben.
- Bohren Sie mit der niedrigsten Drehzahl
- Sie müssen die Bohrerspitze genau auf die Markierung setzen, drücken Sie nun leicht an und lassen die Maschinen einige Umdrehungen laufen. Jetzt haben Sie die Fliese angekörnt. Durch die Ankörnung der Fliese wird der größere Bohrer, den Sie verwenden möchten, zentriert und er kann nicht mehr verrutschen.
Dank moderner Technik ist heute das Bohren in Fliesen recht gut zu meistern. Der Schlüssel zur Lösung liegt in »auf Schnitt geschliffenen« Steinbohrern. Diese ähneln den bekannten Steinbohrern, die üblicherweise in die Schlagbohrmaschine gespannt werden. Im Gegensatz zu diesen ist der Hartmetalleinsatz jedoch nicht stumpf, sondern als Schneide ausgebildet. Diese frißt sich unter mäßigem Andruck in die Fliese und trägt in einer schabenden Bewegung das Keramikmaterial ab.
Dies geschieht im Drehgang, also ohne Schlagbohrwirkung, wodurch das Risiko, daß die Fliese zerspringt, sehr klein ist. Bei Montagen an Fliesenwänden empfiehlt es sich, zur Schonung des Bohrers zuerst alle Fliesen zu durchbohren und das eigentliche Verankerungsloch im Mauerwerk mit einem konventionellen Steinbohrer zu bohren. So bleibt die Schneidspitze des Fliesenbohrers länger intakt. | |